Aktivisten-Lokomotive rollt

IMG_8367Etwas haben die Fünfeck-Städte gemeinsam: Der Verfall geschichtlicher Bausubstanz muss verhindert, die Aufmerksamkeit auf bislang unsanierte, ungenutzte und verlassene Baudenkmäler gelenkt und Investitionen angezogen werden DenkmalKunst! – KunstDenkmal! ein Festival, das in der Dreiflüssestadt in Hann. Münden 2013 bereits zum vierten Mal stattfand, schmückt sich mit Erfolg, denn bereits neun Fachwerkhäuser wurden durch Festivalbesucher gekauft, saniert und so die Altstadt revitalisiert.

Festival 2017 im Fünfeck

Vom 29.9. bis zum 8.10.2017 werden sich nun zeitgleich in den fünf Städten die meisterhaften Welten des historischen Fachwerks, Türen und Tore mittelalterlicher Wohnhäuser, Kirchen, Wehrtürme oder dunkle Kellergewölbe öffnen, ihre Geheimnisse lüften und mit ausgewählten Kunstwerken zu neuem Leben erwecken. Diese beeindruckende Symbiose fasziniert die Besucher während sie Präsentation gegenständlicher und abstrakter Malerei, Skulpturen, Plastiken und Installationen nationaler und internationaler Künstler in historischen Baudenkmälern genießen.

„Es wird die große Feier des WIR“

An den Abenden pulsiert das kulturelle Leben: Musikveranstaltungen, Theater, Kabarett, Lesungen, Performances und Straßenkünstler verwandeln die Stadt neun Tage lang in ein großes Festival, die Gastronomie blüht, Touristen verweilen in der Stadt. „Es wird die große Feier des WIR“, so Fachwerkmanagerin Anna Ulrichs. Eine Chance für die Mittelzentren ganz charmant auf sich aufmerksam zu machen.

Die Zauberformel gegen Verfall?

Bei regelmäßigen Informationsveranstaltungen erklären die beiden Denkmalaktivisten Bernd Demandt und Patricia M. Kenar, mit welcher Leichtigkeit man an das Thema Leerstand in der Altstadt herangehen kann. Das Mega-Festival im Fünfeck benötigt ausgiebige Vorlaufzeit und aktive Bürger aus den fünf Städten, die die beiden Projektinitiatoren seit über einem Jahr vernetzen und begeistern. „Es ist unglaublich wie es immer mehr Aktivisten in den fünf Städten werden und das Festival die verrücktesten Ideen aufleben lässt“, sagt Patricia M. Kenar.

Jeder wird in seiner Stadt gebraucht!

Interessierte aus allen Bereichen werden zum Mitmachen aufgerufen. Ob Vereine, Institutionen, Geschäfts- und Gebäudeinhaber, Begeisterte und vorallem Bürger, die ihren Städten eine Chance geben wollen als Kulturregion 2017 zu glänzen, sollten sich melden! „Wir gehen mit völliger Unbefangenheit in die Städte, das ist ein großer Vorteil. Tatsächlich sind bereits in Northeim und Osterode Leerstandsbesitzer von der Idee infiziert und möchten ihre Häuser
zum Festival öffnen.“ Demandt begeistert. Das sind gute Aussichten für das geplante Festival des WIR.

Kontakt: denkmalaktivisten@
googlemail.com