Altes Handwerk schätzen und erlebbar machen

Alte Drucktechniken im Fünfeck unterwegs

Altes Handwerk wird wieder mehr geschätzt und erlebbar gemacht. So verzaubert die Musterrollentechnik als alte Gestaltungstechnik des Malerhandwerks, bei der Farbe aus ­einem ­Walzenapparat oder einer Speisenwalze auf eine ­Gummiwalze mit Muster direkt auf die Wand gebracht wird. 1879 ließ sich Carl Longjuloux den ersten „Handapparat zur Selbsteinfärbung“ patentieren. 1930 war die Entwicklung so weit, dass drei Farben über einen Farbtank in ­einem Arbeitsgang per Rollenstempeldruck auf die Wand gebracht werden konnten. In den ersten zwei Jahrzehnten der Nachkriegszeit erblühte die Technik zur Hochform. Spezialität dieser Zeit waren fünffarbige Wandbilder. Eine Grundwalze wurde aufgetragen, darüber dann ein dreifarbiges ­Streumuster. Selbst Glanzeffekt (wie bei heutigen Tapeten) konnten erzielt werden, imalerndem man Fischsilber (feine Fischschuppen) in Farbleim gebunden, mit aufgewalzt hat. Es gab die verschiedensten Muster: von Blumen, ­Blätter, Landschaften, Häuser, Wälder, Hirsche, grafische ­Muster bis hin zum Eifelturm und ­Gondoliere. Ende der 1960er Jahre, geriet diese Technik immer mehr in den Hintergrund, das ­Gestalten der Wände mit Tapeten löste die Gestaltung mit Musterwalzen ab. Mittels Musterrollen gestaltet Carsten Görtelmeyer Wände, Stoffe, Papier und Karten mit über 200 verschiedenen Mustern. Er bietet mit dieser Flächenbelebungstechnik einzigartige Gestaltung der Räume. Mit der Muster-Rollen-Technik erhält man eine wunderschöne, individuelle Tapetenoptik, direkt auf die Wand aufgetragen. Ohne Kleistern oder verkleben, in allen denkbaren Farben, Formen und Mustern, ­traditionell oder modern ‒ für Ihre einzigartige Gestaltung!
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