Irene Pregizer

Ausstellung „Übermalungen“ im Kunsthaus Einbeck

Von Sabine Mischke

Vertraut, unbestimmt, erfahren: Die Landschaften der Northeimer Malerin Irene Pregizer bestechen durch die reizvolle Mischung aus vermeintlich vertrauter Umgebung, die sich aber auch anders darstellen kann. Kombiniert mit ihrer professionellen Handschrift und Bildsprache entwickelt Irene Pregizer Perspektiven. Der Besuch ihrer Ausstellung ist lohnenswert. Sie ist bis zum 12. Mai in den Ausstellungsräumen Kunsthaus Einbeck in der Knochenhauerstraße 7 zu sehen. Geöffnet ist sie jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr sowie jeden Samstag von 11 bis 13 Uhr. Die Künstlerin wird am 11. und 12. Mai anwesend sein.
Viele der Motive Irene Pregizers entstammen der hiesigen Umgebung, erscheinen bekannt und doch bleibt ihr Ort unbestimmt. Es sind Portraits südniedersächsischer Landschaften, die ihr Wesen erfassen und den Betrachter zum Nachdenken anregen.
Die Kunsthistorikerin Anja Marrack beschreibt: „Obwohl sie auf topographische Eindeutigkeit – klar erkennbare Kirchtürme, genau bestimmbare Orts- oder Bahnhofsschilder – verzichtet und so jedes allzu punktgenaue „Das ist…“ in ein räumlich gedehntes „Das könnte sein…“ verwandelt, trifft man beim Durchstreifen ihrer Bildwelt nie auf Unbestimmbares, Fremdartiges oder gar Unerklärliches. Einen markanten Punkt auf der Landkarte Niedersachsens markieren die Bilder Irene Pregizers nicht.“ So sei es völlig unerheblich, auf welchem Weg zwischen Northeim und Göttingen tatsächlich noch wollweiße Schafe in saftigem Grün grasen. Wir wüssten es einfach, sie täten es, und das Tag für Tag, in tiefster Gemütsruhe.

Irene Pregizer wurde in Argentinien geboren, studierte ab 1969 freie Malerei an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Janssen und Prof. Kuhn und war Meisterschülerin bei Prof. Kuhn. Seit 1976 ist sie freischaffend tätig, lebt und arbeitet inzwischen in Northeim. Nicht nur vielen Interessierten aus der Region ist sie durch ihre langjährige Lehrtätigkeit und ihre zahlreichen, auch überregionalen Ausstellungen bekannt.

Die Ausstellungseröffnung am 7. April wurde von Michael Stude, Vorstand des Kunsthaus Einbeck, begleitet. Er führte mit einem Vortrag in die Bilderwelt von Irene Pregizer ein. „In ihren sichtbaren Übermalungen baut Irene Pregizer auch Brücken, um die Schönheit unserer Wirklichkeit neu zu entdecken. In jedem Bild steckt eine ganz eigene Geschichte, deren Entdeckung im direkten Gespräch mit Irene Pregizer erst richtig spannend wird“, betont Stude. Weitere Infos zu Irene Pregizer unter www.irenepregizer.de.
Das Kunsthaus Einbeck präsentiert anschließend vom 19.Mai bis 23. Juni 2018 die Arbeiten von Hans Jürgen Thoms.