Einzelhandelsentwicklungskonzept für Duderstadt

Bedeutung als Mittelzentrum erhalten

Die Innenstadt in Duderstadt ist ein typischer Ort zum Verweilen und wird daher besonders geschützt.

Von Britta Stobbe

Der Rat der Stadt Duderstadt hat in seiner Sitzung ein neues Einzelhandelsentwicklungskonzept als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen. Ein kommunales Einzelhandelsentwicklungskonzept ist ein konzeptioneller Plan, in dem Aspekte festgelegt sind, wie und wo Einzelhandel in einer Gemeinde angesiedelt beziehungsweise erweitert werden soll. Das Konzept kann helfen, Planungsprozesse zur Umsetzung zu bringen. Allerdings sieht es grundsätzlich auch vor, dass Konkurrenz zwischen Betrieben nicht vermieden wird. Vielmehr ist es gewollt, dass sich verschiedene Einzelhandelsbereiche, die eine Versorgung sicherstellen, ergänzen. In Duderstadt betrifft das vor allem die Innenstadt, das Areal Feilenfabrik sowie Nahversorgungsstandorte mit Wohngebietsbezug. Ziel der langfristigen Entwicklung in Duderstadt ist die Sicherung der lokalen Versorgungsstrukturen mit qualitativ hochwertigem und zeitgemäßem Einzelhandel.
Auch, um im Wettbewerb mit dem Onlinehandel bestehen zu können, soll die Bedeutung Duderstadts als Mittelzentrum gehalten werden. Die Duderstädter Innenstadt ist aufgrund ihrer besonderen Bedeutung als „Zentraler Versorgungsbereich“ festgelegt. Dieser Begriff aus dem Baugesetzbuch sieht den Schutz vor negativen Auswirkungen durch Ansiedlung beziehungsweise Erweiterungen von Einzelhandel in anderen Lagen vor. Es hat sich gezeigt, dass die Verweildauer in der Innenstadt länger ist als etwa im Fachmarktzentrum Feilenfabrik.
Letztlich lädt die Innenstadt eher zum Bummeln und zum Einkehren in die Gastronomie ein, wogegen die Feilenfabrik zum schnellen Einkaufen genutzt wird. Die Eigenschaften – also Innenstadt = Erlebniseinkauf und Feilenfabrik = Versorgungseinkauf – sollen mit Hilfe des Konzeptes erhalten bleiben. Somit könnten sich weitere Standorte funktional ergänzen.