Häuser öffenen ihre Türen - Veraltet und beengt war mal...

Das Denkmal als modernes Schmuckstück

19-2 19-5 Aus Denkmälern ein exklusives Objekt mit historischem Charme entstehen lassen? Ohne, dass sich die heutigen Wohnansprüche und die einzigartigen Fachwerkbauten entgegen kommen, wird das nicht gelingen. Baukultur erhalten, trotzdem modern wohnen und wirtschaftlich investieren – wie das geht zeigt uns Frank Bauer, Investor, Sanierer und Augenoptikermeister aus Duderstadt, an seinem Haus in der Marktstraße 39.

„Das Auge des Eichsfelds“
Das eigene Augenoptikfachgeschäft „Draeger & Heerhorst“ hat seinen Standort seit Jahren in Duderstadt, wunderbar in der Fußgängerzone gelegen. Der Wunsch nach mehr Fläche zog die drei Jahre lange Sanierung nach sich, bei der die Geschäftsfläche verdoppelt werden konnte. „Vor 17 Jahren waren wir mit einem Augenoptikermeister und zwei Mitarbeitern für den Kunden da. Durch die Expansion haben wir uns den Kunden angepasst und sorgen inzwischen in drei regionalen Filialen für den Durchblick.“ Das klassizistische Gebäude von 1852 schmiegt sich in das Stadtbild und was man nicht sieht: Der Fachwerkbau mit Putzfassade beherbergt einen prägnante Treppenhausturm aus Fachwerk und ist ein geborgener Schatz. Dank der vorherigen Besitzer liegen in dem einzigartigen Eichentreppenhaus noch 60 cm gehobelte Dielen.

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Ein Vorzeigeobjekt für gute Stadtplanung ist dieses Vorhaben.
Drei Millionen wurden investiert und ausschließlich mit regionalen Firmen gearbeitet. Fünf moderne, barrierefreie Wohnungen mit Balkon und Terrasse sind entstanden. Vom Loft, mit der 100mÇ Terrassenfläche, schweift der Blick über die Hinterhöfe. Der Aufzug, einer von nur wenigen in der Altstadt, unterstreicht den Komfort, den auch die begehbare Dusche, die 1 Meter breiten Türen und Raumhöhen von bis zu 2,70m bieten. „Im Alter schätzt man die fußläufige Altstadt und wohnt trotzdem auf hohem Niveau.“ so der Bauherr. Inmitten des klassizistischen Schmuckstückes ist die neue Sternpassage entstanden, darüber sind 50 Parkmöglichkeiten auf dem Sternparkplatz zugänglich. „Das historische Tor, das einst die Durchfahrt gewährte, wird noch eingesetzt, dann ist das Haus denkmalkonform. Die Transparenz ins Ladeninnere geht an der Stelle verloren, aber das sind die Auflagen.“ , so Frank Bauer abschließend. Behutsam, mit Herzblut und denkmalkonform wurde hier saniert und gestaltet. Ein Stück Verantwortung für die Erhaltung des Kulturguts in der eigenen Stadt übernommen.

Wir stellen auch in unserer März Ausgabe wieder besonders spannende Sanierungsprojekte vor. Gern können Sie uns schreiben: kenar@mundus-online.de