13. Auflage der „denkmal“–Europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung

Denk mal an das Denkmal!

Alle zwei Jahre versammeln sich Handwerker, Denkmalpfleger, Stadtplaner, Kommunen und Städte, Institutionen, interessierte Privatleute und viele mehr, um sich auf der „denkmal“ in Leipzig zu Themen der Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung zu informieren, auszutauschen und zu diskutieren. Vom 8. bis zum 10. November 2018 fand die denkmal in diesem Jahr wieder statt – und unsere Arbeitsgemeinschaft war mit einem eigenen Stand vertreten. Auf zwei Infoforen konnten wir zudem unsere Arbeit den Besuchern der Messe vorstellen.

Es gibt aber auch viel von unserer Arbeit zu berichten: Drei laufende Bundesprojekte (Kommunen innovativ – Bürgerfonds; Kompetenzzentrum Klimaschutz in Fachwerkstädten; Integration und Qualifikation von Migranten in Fachwerkstädten), unsere Initiative „Lifestyle Fachwerk“, das neue Buch „Deutsche Fachwerkrathäuser“ und auch die Produkte der Deutschen Fachwerkstraße trafen auf großes Interesse bei den Messebesuchern.
Unter dem Titel „Neue Strategien zur Erhaltung von Denkmälern fand das Forum am ersten Tag der Messe statt. Dabei ging es im Kern um die Frage, inwiefern die einzelnen Projekte und Initiativen unserer Arbeitsgemeinschaft eine Möglichkeit, vielmehr noch ein Instrument zu einer denkmalgerechten städtischen und ländlichen Entwicklung darstellen können. Zudem wurde herausgestellt, wie wichtig das einzelne Denkmal ist, es aber bei seiner Entwicklung immer auch im Gesamtkontext mit seinem Umfeld betrachtet werden muss. „Die Zukunft für das Fachwerk hat vor 700 Jahren begonnen“, so hebt Prof. Manfred Gerner die Langlebigkeit des Fachwerks als natürliches und klimafreundliches Baugut hervor und betont dazu, wie wichtig auch das Handwerk für den Fortbestand unserer Fachwerksubstanz ist.
Das zweite Forum stand ganz im Zeichen unseres Projektes „Kompetenzzentrum Klimaschutz in Fachwerkstädten“ – ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft, zu dem auch Hann. Münden einen wichtigen Beitrag liefert. Prof. Gerner betont, dass Fachwerk damals wie heute ein Kapital darstellt, das es zu erhalten und zu pflegen gilt. Was von außen noch seine Gestalt von vor vielen Jahrhunderten zeigt, kann von innen zukunftsorientiertes und hochmodernes Wohnen, Leben und Arbeiten ermöglichen. Das „Streuwissen“, was rund um die Themen denkmalgerechter und klimafreundlicher Sanierung kursiert, muss dazu vorerst gebündelt und frei zugänglich gemacht werden. Hier soll das Klima-Projekt mit seinem zentralem Anlaufpunkt im Hessenpark in Neu-Anspach und in den vier Außenstellen, unter anderem in Hann. Münden, einen wichtigen Beitrag leisten.

Drei Tage lang konnten wir viele Besucher an unserem Stand, auf der Messe und während der Foren begrüßen. Vereint durch das Fachwerk als bedeutendes Kulturgut in Deutschland, zeigten uns die Messebesucher immer wieder aufs Neue, welchen Stellenwert unser Fachwerkerbe in Deutschland weiterhin hat. So liegt es in unserer Hand, dieses Kapital auch für die Zukunft zu erhalten, jeder Einzelne kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten!