Projekt Radbrunnenstraße 16 der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt eG

Der Fortschritt der Sanierung lockte zahlreiche Besucher

Von Reinhard Müller

Ein Kommen und Gehen im Projekthaus

Es geht voran im Sanierungsprojekt Radbrunnenstraße 16 der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt! Darüber konnten sich am Samstag, dem 13. Oktober 2018, die zahlreichen Besucher am „Tag der offenen Tür“ überzeugen.

Bei hochsommerlichem Wetter und somit besten Bedingungen für eine solche Veranstaltung, hatten die interessierten Besucher vor und nach dem Gang durch das Gebäude ausgiebig Gelegenheit, sich bei Kaffee, Kuchen, Waffeln, Bratwürstchen und kalten Getränken mit den Mitgliedern der Bürgergenossenschaft und des Fördervereins Mündener Altstadt zu unterhalten, bzw. Fragen zu stellen. Zusätzlich konnte man am Flohmarkt-Stand des Fördervereins das eine oder andere „Schätzchen“ gegen eine Spende bekommen. Die Tombola-Trommel gegenüber dem Haus drehte sich für ein neues Projekt: Dem geplanten Erwerb des sogenannten
„Grotefend-Hauses“ in der Mündener Ziegelstraße. Im Haus Radbrunnenstraße 16 informierten Mitglieder der Bürgergenossenschaft, darunter Sabine Momm und Bernd Demandt, über den Stand der Sanierungsarbeiten, beantworteten Fragen und gaben fachliche Auskunft zum Thema „Arbeiten am und im Fachwerk“.
Das Interesse zur Gebäudebegehung war sehr groß und wurde nicht nur von den Mündenern zahlreich genutzt. Besucher aus den Nachbarorten und -regionen sowie auch aus anderen Bundesländern machten sich auf „Entdeckertour“ im Projekthaus.
Das Haus in der Radbrunnenstraße 16 wurde im Frühjahr 2016 von der Bürgergenossenschaft gekauft und soll – nach der kompletten Sanierung – vermietet werden. Die zukünftigen Mieter waren zum „Tag der offenen Tür“ vor Ort und standen für Fragen zur Verfügung.
Momentan steht den Bürgergenossenschaftlern tatkräftige Unterstützung zur Seite: Zehn Holzbauschüler und zwei Lehrer aus der südfranzösischen Stadt Beaucaire. Diese helfen im Rahmen ihrer Berufsausbildung und eines europäischen Programms für zwei Wochen in Münden bei den Sanierungsarbeiten.
Dadurch wird nicht nur „Kulturgut“ wie dieses Fachwerkhaus erhalten und saniert, neuer Wohnraum entsteht und es wird damit auch zum Nachbarschaftsprojekt – zwischen Deutschland und Frankreich.

Kaffee, Kuchen, Waffeln und Bratwurst waren stark gefragt

Durch die zahlreichen Gespräche mit den Besuchern konnten die Mitglieder von Bürgergenossenschaft und Förderverein erfahren, wie viel Anerkennung und Interesse die Mündener Projekte außerhalb der Stadttore erzeugen. Besonders gefreut haben sich die Veranstalter über den Besuch aus Naumburg (LK Kassel). Dort besteht ebenfalls großes Interesse, eine Genossenschaft zum Erhalt von Fachwerkhäusern in der Altstadt zu gründen. Nach ersten Informationen der Schatzmeisterin des Fördervereins war der „Tag der offenen Tür“ auch in Sachen „Verkaufsumsatz“ ein großer Erfolg. Die Erlöse der Veranstaltung fließen komplett in die Projekte von Förderverein und Bürgergenssenschaft – für eine l(i)ebenswerte Münderer Altstadt!