Die alten Geschichten schweigen ‚Äď nun sprechen die Bilder

‚ÄěAls immer internationaler werdendes Unternehmen sind wir dankbar f√ľr neue Eindr√ľcke, andere Kulturen und Mentalit√§ten ‚Äď und was w√ľrde diese Haltung besser zum Ausdruck bringen, was w√ľrde unsere Neugier besser entfachen als ‚ÄöBushman Art‚Äė‚Äú, mit diesen Worten er√∂ffnete KWS Vorstandssprecher Hagen Duenbostel vor rund 200 G√§ste im Biotechnikum auf dem Betriebsgel√§nde der KWS die Mitte Februar die beeindruckende Ausstellung. Anl√§sslich der 50. Vernissage – innerhalb von mehr als 15 Jahren ‚Äď kam es zu keiner Einzelausstellung eines K√ľnstlers, sondern Hella Rabbethge-Schiller pr√§sentierte als Galeristin und F√∂rderin einen Querschnitt ihrer bedeutenden afrikanischen Sammlung auf mehreren Etagen des Hauses, unterst√ľtzt von der KWS-Ausstellungsorganisatorin Bettina Alex.
Der Kunsthistoriker Ulrich Krempel stellte den Besucherinnen und Besuchern das Projekt, insbesondere die K√ľnstlerinnen und K√ľnstler und ihre 47 Kunstwerke der Ausstellung vor. Weiterhin wurden alle 260 Werke der Sammlung von Hella Rabbethge-Schiller w√§hrend der Ausstellungser√∂ffnung √ľber einen Beamer projiziert. ‚ÄěDie San w√§ren in ihrer bedrohten Lebenssituation ohne das Kunstprojekt wom√∂glich nie als K√ľnstler entdeckt worden. Ein wenig m√∂chte diese Ausstellung auch den Versuch unternehmen, die Menschen und ihre Kultur hinter diesen faszinierenden Bildern ins Licht zu holen‚Äú, unterstrich Krempel seine Betrachtungsweisen.
Wie auch der Pressemeldung der KWS zu entnehmen ist, seien die gezeigten Arbeiten seit 1993 als Teil der Kunstinitiative !Xun&Khwe Art Project im s√ľdafrikanischen Fl√ľchtlingslager Schmidtsdrift entstanden. Rund 4.500 Buschleute vom Volk der San waren 1990 vor dem B√ľrgerkrieg in Namibia und Angola dorthin evakuiert worden. Die Galeristin und Kunstsammlerin Hella Rabbethge-Schiller hatte das Lager erstmals 1994 besucht und gleich das gro√üe Potenzial der Bilder erkannt, die die San in ihnen zuvor unbekannten Techniken ‚Äď Tafelmalerei und Linolschnitt ‚Äď mit erstaunlich leichter Hand anfertigten. Rabbethge-Schiller engagierte sich seitdem als offizielle Repr√§sentantin f√ľr das Kunstprojekt. Sie reiste regelm√§√üig nach Schmidtsdrift, um den Fortgang des Projekts f√ľr Vortr√§ge und Publikationen zu dokumentieren und die K√ľnstler mit Arbeitsmaterialien auszustatten.Die in Schmidtsdrift entstandenen Bilderwelten beschw√∂ren einerseits die alte, von Mythos und Magie gepr√§gte Ursprungskultur der San, zeugen zugleich aber auch von den Einfl√ľssen der modernen, von Globalisierung und allgegenw√§rtiger Kommunikation gepr√§gten Welt, hei√üt es weiter in der Pressemitteilung.In leuchtenden Farben beschw√∂ren sie eine l√§ngst versunkene Welt voller fabelhafter Wesen herauf: Die San, Buschleute aus Namibia und Angola. Seit jeher hat das uralte Sammler- und J√§gervolk seine magisch-mystischen Geschichten in den weltber√ľhmten Felsbildern des s√ľdlichen Afrikas festgehalten. Dass die Malerei der San l√§ngst auch in der modernen westlichen Welt anerkannt ist, liegt an ihrer Kraft und Unbek√ľmmertheit.
Weitere Informationen rund um Kunst im Bit auf dem Betriebsgeländer der KWS, Einbeck unter:www.kws.de/unternehmen/presse/kunst/kunst-im-bit/
Entwickelt mit den KWS Auszubildenden, zeigt zusätzlich die Art Lounge junge, zeitgenössischer Kunst in der Tiedexerstrasse, Einbeck. Infos:
KWS Art Lounge Newcomer unter:
www.kws.de/unternehmen/presse/kunst/kunst-newcomer/
(Text, Fotografie von Sabine Mischke)