Einbecker KulturBüros locken mit der nächsten Ausstellung

Duderstädter Künstler in Einbeck aktiv

Die KulturBüros leben bereits seit zwei Jahren ein aktives Co Working von vielen Kulturschaffenden, Künstlern, Initiativen und Vereinen im Haus und sorgen auch dafür, dass regelmäßig spannende Kunstausstellungen das Arbeiten in den Büroräumen noch einmal angenehmer machen. So schmücken neue Duderstädter Eindrücke die Kulturbüros, nachdem Oskar Müller seine Werke vergangenes Jahr präsentiert hat.
In Anlehnung an Michael Endes Märchen-Roman tragen die Gemeinschaftsausstellungen des Ehepaares Mosler den Titel „MOMO“. In der Erzählung geht es sowohl um die Macht des Geldes über die Menschen und als auch um graue Herren, die Zeit rauben. Momo, die Hauptfigur in Michael Endes gleichnamigen Roman, bringt den Menschen die von den Zeit-Dieben, den grauen Herren, gestohlene Zeit zurück. Etwas Ähnliches schafft die Kunst! Sie erobert sich Zeit, sie erstreitet sich Individualismus, sie sagt den „Grauen Herren“ den Kampf an. Beim schöpferischen Arbeiten verschmilzt ein Künstler mit seinem Tun, seinem Werk und vergisst Raum und Zeit – das gefällt den grauen Herren gar nicht!

Christiane Mosler 1964 in Eschwege geboren, malt seit ihrer frühen Kindheit, angeregt durch ihren Großvater, der Kunstmaler war.Der viel zu frühe Tod des Bruders prägt das Denken, Empfinden und den künstlerischen Ausdruck Christiane Moslers sehr. In ihren Werken beschäftigt sie sich mit den großen Menschheitsthemen. Einschneidende Erlebnisse und Ereignisse verarbeitet sie oftmals spontan in ihren Werken.
Die Kunst ist ihr dabei mehr als ein Ausgleich, eine Freizeitbeschäftigung. Die Malerei stellt für Christiane Mosler eine Erweiterung der persönlichen Kommunikation, des gesellschaftlichen Diskurses, der spirituellen Entfaltung dar.

Der Spektrum reicht von naturalistisch bis abstrakt. Überwiegend sind es Acrylgemälde auf Leinwand. Das Farbspektrum der Acrylgemälde ist meist auf zwei bzw. drei Farben reduziert. Asche und Gold stehen in ihren Kunstwerken für Transformation und Heilung. Bei vielen Betrachtern lösen die Bilder unmittelbare, elementare Gefühle aus, die aus der Vielfalt der Assoziationen entstehen und sich einer verkopften Analyse von Form, Farbe und Bildaufbau entziehen. Ihre Art zu malen inspiriert auch Andere, sich unbefangen mit diesem Medium auseinander zu setzen. Am Wohnort Duderstadt malt Christiane Mosler regelmäßig mit Kinder- und Jugendgruppen.
So erstellt sie im Jahr 2010 mit 100 Kindern und Jugendlichen 100 Gemälde, die zu Gunsten der Erdbeben­opfer Haitiis versteigert werden.

Lüder Mosler gebürtiger Bremer und im Hauptberuf Ingenieur, spielt in den Zeitfenstern des künstlerischen Schaffens mit Worten, mit Materialien, mit Assoziationen und nutzt dabei das Mittel der Irritation, der Störung, was das Werk „vorwärts“ (weiße und rote Pfeile) deutlich zum Ausdruck bringt.
Obwohl Kunst 1 und Mathe 4 im Abiturzeugnis ein Kunststudium näher gelegt hätten als ein Ingenieurstudium, freut er sich heute, ohne Gedanken an den kommerziellen Erfolg das zu schaffen was ihn bewegt.
Kunst und Technik sind für ihn dabei nie weit auseinander und so hat ihm kunstvoll gestaltete Technik schon Designpreise eingebracht und so manches Kunstwerk ist technisch oder wenigstens technisch inspiriert. Reduktion auf das Wesentliche ist dabei ein wichtiges Merkmal, aber auch der Dialog zwischen Werk und Titel.

Aktivitäten des Künstlerpaares:
Das Ehepaar Mosler lebt in Duderstadt und bietet dort Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Die Mal- bzw. Kreativkurse dienen der Entdeckung des eigenen Potentials und der Selbstwirksamkeit. Seit 2015 steht die Integration geflüchteter Menschen im Zentrum der Arbeit. Im Rahmen ihrer Vereinsarbeit setzten sie zahlreiche Gemeinschaftsausstellungen um und pflegen seit einigen Jahren Kontakt zu Künstlern in Mexiko.
Die Exkursion nach Einbeck im vergangenen Herbst hatte das Interesse des Künstlerpaares an Einbeck geweckt und so merkt Christiane Mosler beim Aufbau der Ausstellung an: „Nachdem wir beim DKKD-Festival in Duderstadt ausgestellt haben, freuen wir uns nun darauf, einige unserer Werke in Einbeck präsentieren zu können.“

In den Räumlichkeiten des CoWorking Space 3Eck, in den Einbecker Kulturbüros am Möncheplatz 1 können die Kunstwerke bewundert werden. Die Ausstellung ist nach Vereinbarung flexibel bis zum Ende Januar 2017 zu besichtigen. Kontakt: 05561 7939580.

Kontakt zu den Künstlern:
Christiane und Lüder Mosler
E-Mail: info@werkstatt-mosler.de
Telefon: 05527 73578