Schnitzerei am Eickeschen Haus Einbeck

Engel am Eickeschen Haus

Der Kopf wurde im Zuge der Sanierung durch den Restaurator Karl-Heinz Weingärtner 2006 neu geschnitzt. Beim Original sind die Locken leider z.T. nicht mehr vorhanden, außerdem hat der neue Kopf keine farbige Fassung. Die Wirkung ist deshalb eine etwas andere, aber er ist nach der Vorlage des alten geschnitzt worden.

Die Problematik von vorstehenden Holzteilen besteht darin, dass sie Witterungseinflüssen dreiseitig ausgesetzt sind. Holz hat eine Richtung, in der die Holzfasern verlaufen. Bei dem Kopf verläuft die Faserrichtung senkrecht, der obere Abschluss bestand aus Hirnholz, das noch anfälliger für die Aufnahme von Wasser ist. Außerdem war die Neigung der Schnitzereien nicht stark genug, so dass Niederschläge nicht ausreichend abfließen können. Als Landeplatz für Vögel eignen sich solche vorstehenden Teile natürlich auch ganz besonders, so dass ätzender Kot noch zusätzlich zur Zerstörung beiträgt.