Über 260 Jahre alte Bäume und Naturgeheimnisse warten auf Sie

Erkunden Sie den Märchenwald in Einbeck

Kein Freizeitpark verbirgt sich hinter dem Märchenwald, sondern vielmehr ein geheimnisvoller alter Laubwald mit märchenhaft aussehenden Bäumen. Mit seinen teilweise über 260 Jahre alten Bäumen, ein Paradies: für Menschen, Tiere und Pflanzen – und mit etwas Fantasie auch für Märchenwesen.
Knorrige Buchen wie bei Hänsel und Gretel, bizarre Hainbuchen und überwältigende Bergahorne strotzen in Richtung Himmel. Rund 20 verschiedene Baumarten verleihen dem Märchenwald sein geheimnisvolles Aussehen. Im Wald lassen sich undurchdringbare Dickichte und an den Bäumen Nischen und Höhlen für Tiere und Pflanzen entdecken. Wohnraum für viele Vogelarten, aber auch Sommerquartier für viele Tiere kann man hier beäugen. Seltene Pflanzen und Tiere, zum Teil unscheinbar – erfüllen alle wichtige Funktionen im Ökosystem Wald. Der in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Grauspecht (Picus canus) wurde beispielsweise im Märchenwald neben weiteren fünf Spechtarten beobachtet.

Der Märchenwald verdient Schutz
Alte Wälder wie der Märchenwald sind in Deutschland höchst selten und verdienen besonderen Schutz. Sie tragen dazu bei, unsere natür­lichen Lebensgrundlagen – wie die biologische Vielfalt ­ zu bewahren und unsere heimische Natur nicht nur uns, sondern auch unseren Kindern und Enkelkindern erlebbar zu machen. Daher soll im Märchenwald eine natürliche Waldentwicklung ohne Holzentnahme zugelassen werden – auch als Beitrag der Stadt Einbeck zur Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt der Bundesregierung, die „Urwälder von morgen“ auf zehn Prozent der öffentlichen Waldfläche vorsieht. Früheste forstliche Aufzeichnungen zum Stadtwald Einbeck existieren aus dem Jahr 1747. Wälder, die wie der Märchenwald seit mindestens 200 Jahren bewaldet sind, gelten als „historisch alte Wälder“. Wegen ihrer größeren Vielfalt an Arten sind sie weitaus schützenswerter und wertvoller als neuere Aufforstungen. Aus den 1930er Jahren existieren Aufzeichnungen, die belegen, dass die ältesten Eichen heute über 260 Jahre alt sein müssen. Seit 1955 gibt es Unterlagen im 10­Jahres Rhythmus. Im Mai 2013 wurden 40 Eichen ­Heister in kleine Waldlücken gepflanzt. Jetzt soll der Märchenwald sich selbst überlassen werden und sich zum Urwald von morgen entwickeln dürfen.
Der Weg zum Märchenwald –
Breitengrad (N) 51,84586°
Längengrad (E) 9,88702°
Ab Parkplatz Hube
Grillplatz Richtung Kote
Kontakt: Stadtwald Einbeck
www.maerchenwald-einbeck.de