Expo-Steine zum Leben erweckt

Die M√ľndener K√ľnstlerehepaare Claudia K√∂nig-Becker, Helmut Becker und Sabine und Reinhard Magdeburg, alle Mitglieder im M√ľndener Kunstnetz, haben sich etwas Besonders ausgedacht.

Sie machen die M√ľndener Expo-‚ÄúSteine‚Äú mobil. Die Expo-‚ÄúSteine‚Äú ‚Äď Bronzeplatten sowie Bundsandsteinplatten etwa in der Gr√∂√üe von Pflastersteinen, die anl√§√ülich der Expo 2000 (Hann. M√ľnden hatte sich mit dem Projekt ‚ÄěWasserspuren‚Äú an der Weltausstellung EXPO 200 beteiligt) rund um die Blasiuskirche und ums Rathaus auf den Pl√§tzen verlegt wurden.

Mittlerweile werden sie kaum noch beachtet, sind etwas in Vergessenheit geraten. Das wollten die K√ľnstler √§ndern und diese Steine aus dem Dornr√∂schenschlaf holen, sie mobil machen, sodass sie bestenfalls √ľber M√ľnden hinaus bekannt werden.
Die K√ľnstler drucken daher die ‚ÄěSteine‚Äú auf Textilien, wie T-Shirts, Taschen und Gymbags.

Dazu nutzen sie die in den Boden eingelassene ‚ÄěSteine‚Äú quasi als Druckstock. Auf die Oberfl√§che der Bronzesteine wird eine umweltfreundliche, wasserl√∂sliche Farbe aufgetragen, dann wird das zu bedruckende Textil vorsichtig direkt auf die Steine gedr√ľckt und wieder abgezogen.
Somit ist ein Unikat entstanden, denn kein Druck gleicht dem anderen. Nach dem Druckprozess werden die Steine nat√ľrlich r√ľckstandsfrei ges√§ubert.
In einem weiteren Arbeitsgang werden die Stoffteile noch mit den GPS-Daten des jeweiligen Steins versehen. Damit kann der neue Besitzer der Textilie nachvollziehen, wo ‚Äěsein‚Äú Druck entstanden ist.

Erfunden haben die K√ľnstler diese Idee nicht, sagen sie. So etwas wurde schon in Berlin, London, Barcelona, Wien, etc. gemacht, dort allerdings mit Drucken von Kanaldeckeln. Die M√ľndener K√ľnstler sind sich aber einig, dass das mit den Exposteinen wohl weltweit einmalig ist.