Berlin, London, Barcelona, Wien, Hann. Münden

Expo-Steine zum Leben erweckt

Die Mündener Künstlerehepaare Claudia König-Becker, Helmut Becker und Sabine und Reinhard Magdeburg, alle Mitglieder im Mündener Kunstnetz, haben sich etwas Besonders ausgedacht.

Sie machen die Mündener Expo-“Steine“ mobil. Die Expo-“Steine“ – Bronzeplatten sowie Bundsandsteinplatten etwa in der Größe von Pflastersteinen, die anläßlich der Expo 2000 (Hann. Münden hatte sich mit dem Projekt „Wasserspuren“ an der Weltausstellung EXPO 200 beteiligt) rund um die Blasiuskirche und ums Rathaus auf den Plätzen verlegt wurden.

Mittlerweile werden sie kaum noch beachtet, sind etwas in Vergessenheit geraten. Das wollten die Künstler ändern und diese Steine aus dem Dornröschenschlaf holen, sie mobil machen, sodass sie bestenfalls über Münden hinaus bekannt werden.
Die Künstler drucken daher die „Steine“ auf Textilien, wie T-Shirts, Taschen und Gymbags.

Dazu nutzen sie die in den Boden eingelassene „Steine“ quasi als Druckstock. Auf die Oberfläche der Bronzesteine wird eine umweltfreundliche, wasserlösliche Farbe aufgetragen, dann wird das zu bedruckende Textil vorsichtig direkt auf die Steine gedrückt und wieder abgezogen.
Somit ist ein Unikat entstanden, denn kein Druck gleicht dem anderen. Nach dem Druckprozess werden die Steine natürlich rückstandsfrei gesäubert.
In einem weiteren Arbeitsgang werden die Stoffteile noch mit den GPS-Daten des jeweiligen Steins versehen. Damit kann der neue Besitzer der Textilie nachvollziehen, wo „sein“ Druck entstanden ist.

Erfunden haben die Künstler diese Idee nicht, sagen sie. So etwas wurde schon in Berlin, London, Barcelona, Wien, etc. gemacht, dort allerdings mit Drucken von Kanaldeckeln. Die Mündener Künstler sind sich aber einig, dass das mit den Exposteinen wohl weltweit einmalig ist.