Fr├╝hlingserwachen

Seit zwei Jahren ist Ulrike Lauerwald Sachgebietsleiterin vom Tourismus und Kulturring bei der Stadt Einbeck.
Im Interview spricht Sie ├╝ber Herausforderungen, Ziele und die Zukunft des Tourismus.

Frau Lauerwald, Sie sind seit Dezember 2017 verantwortlich f├╝r den Tourismusbereich der Stadt Einbeck und somit auch f├╝r die Tourist-Information geworden. In welchem Zustand haben Sie diesen damals ├╝bernommen?

Ausgangslage bildete das Tourismuskonzept von 2004. Aber seitdem hat sich viel in Einbeck entwickelt, um nur den 2014 er├Âffneten PS.SPEICHER als Beispiel herauszugreifen. Zudem wurden s├Ąmtliche Buchungsanfragen analog bearbeitet sowie waren verschiedene technischen Voraussetzungen nicht gegeben.

Was waren damals Ihre Ziele f├╝r den Tourismus in Einbeck und mit der damit verbundenen Tourist-Information?

Nach einem Workshop mit meinem Team konnte ich mir einen ├ťberblick verschaffen, meine verf├╝gbaren Ressourcen einordnen sowie die Potentiale aber auch die Herausforderungen identifizieren. Wir haben gemeinsam als Team einen Fahrplan f├╝r die n├Ąchsten Jahre erarbeitet, um unser Ziel, den Tourismus in Einbeck zukunftsf├Ąhig zu gestalten, zu erreichen.

Was sind heutzutage die gr├Â├čten Herausforderungen an eine touristische Destination?

Dar├╝ber gibt es viele Meinungen. Die gr├Â├čte Herausforderung sehe ich allerdings in der Digitalisierung. Die sozialen Medien nehmen zunehmend an Bedeutung zu. Alles muss zu jeder Zeit online verf├╝gbar sein: Unterk├╝nfte, Stadtplan, Eintrittskarten, Speisekarten, etc.

Wie gut aufgestellt ist ihr Bereich, um all diese Aufgaben zu bew├Ąltigen?

Von gro├čer Bedeutung ist die gemeinsame Arbeit in Kooperationen wie zum Beispiel dem ÔÇ×Fachwerk5EckÔÇť.
Mit Duderstadt, Hann. M├╝nden, Northeim und Osterode hat sich Einbeck zu dieser St├Ądte-Kooperation zusammengeschlossen. Das Projekt soll u.a. neue Impulse im Tourismus setzen und zugleich das Bewusstsein des kulturellen Erbes der Region S├╝dniedersachsen sch├Ąrfen.
Die Vernetzung und der Austausch untereinander erzeugen wertvolle Syner┬şgien, wie z.B. gemeinsame G├Ąstef├╝hrerschulungen. Anhand des gemein┬şsamen Reisef├╝hrers inkl. Erlebniskarte sowie unserer Sommer- und Winterbrosch├╝re mit Veranstaltungstipps verweisen wir auf uns gegenseitig.

Was konnten Sie bereits ver├Ąndern und wie digital ist der Bereich
Tourismus heute schon?

Erste Ma├čnahmen konnten wir bereits umsetzen. Rund ca. 250 Artikel, die wir in der Tourist-Information anbieten, werden ├╝ber unser in 2018 eingef├╝hrtes digitales Kassen- und Warenwirtschaftssystem abgewickelt. In 2019 konnten wir mithilfe des Informations- und Reservierungssystems im ersten Teilschritt G├Ąstef├╝hrungen online buchbar machen. Weiterhin sind wir mit den Social Media Kan├Ąlen Facebook und Instagram live gegangen. Mit Start dieses Jahres freuen wir uns ├╝ber die Bereicherung als Mitglied im nieders├Ąchsischen St├Ądtenetzwerk Blogeintr├Ąge ├╝ber spannende Insidertipps, touristische H├Âhepunkte und versteckte Perlen Einbecks zu verfassen.

An welchen Themen arbeiten sie gerade?

Ein gro├čer Schwerpunkt liegt momentan beim Markenbildungsprozess.
Herauszufinden gilt es, ob wir uns mit unserer vielf├Ąltigen Angebotspalette in Einbeck mit dem Markenkern ÔÇ×Stadt der Brau- und FachwerkkunstÔÇť weiterhin so positionieren werden. Aber auch viele kleinere Projekte entwickeln wir weiter: 360Grad-Erlebnis mit h├Ârbaren Elementen oder beispielsweise ein Veranstaltungskalender f├╝r Einbeck.
Die Entwicklung eines neuen Tourismuskonzepts wird sich an den Markenbildungsprozess anschlie├čen.