Tag des offenen Denkmals am 11. September im Zeichen des Engagements

Gemeinsam Denkmale erhalten

„Gemeinsam Denkmale erhalten“ ist das diesjährige Motto und Sie sollten sich an dem Tag, an dem unsere Denkmäler im Vordergrund stehen, mitreißen lassen.Die Mehrzahl der am Denkmaltag geöffneten Bauten und Stätten stehen für einen gemeinschaftlichen Erfolg, denn ohne das Zusammenspiel von Vereinen, Initiativen, Eigentümern, Gemeinden, amtlicher Denkmalpflege, diverser anderer Planungspartner in den Kommunen und Fachleuten wie Architekten, Restauratoren oder qualifizierten Handwerkern werden Denkmale nur selten erhalten. Unsere fünf Fachwerk-Fünfeck-Städte laden Sie ein! Tauchen Sie in Geschichten ein, lernen Sie die Menschen kennen, die sich für den Erhalt von bedrohtem Kulturerbe stark machen, provitieren Sie von deren Aktionen, Ideen und Erfahrungen und nehmen Sie Mut mit, sich auch zu engagieren. Viel Spaß beim Tag des offenen Denkmals! www.tag-des-offenen-denkmals.de

Die Städte und ihre Verlockungen – ein Auszug aus dem Programm

Einbeck

1Die Einbecker Innenstadt hat einen großen Bestand an historischen Gebäuden, die meisten sind lediglich von der Straßenseite aus wahrzunehmen. Einblicke in die bestehenden Innenhöfe gibt es selten, dabei ist es wirklich lohnend einen Blick hinter Mauern und Tore zu werfen. Rundgang mit Krimhild Fricke der Denkmalpflegerin. Beginn um 11 und 14 Uhr.

Mail: kfricke@einbeck.de

PS. Speicher

Sechsgeschossiger Kornspeicher von 1898. Die ehemaligen Lagerflächen für Kornvorräte beherbergen heute als PS.Speicher nun Zeitzeugen der individuellen Motorisierung. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Geöffnet von 10 – 18 Uhr.Kontakt: R. Kämpf, Tel.: 05561 92320297

Synagoge

Erst in den 1990er Jahren wurde der Öffentlichkeit wieder bekannt, dass das unauffällige Hinterhaus einstmals eine Synagoge war. Der 1800 erbaute schlichte, einstöckige Fachwerksaalbau hat 4,65 m hohe Wände, ist rund 80 qm groß. Der Förderverein saniert das Gebäude und schafft einen Ort der Begegnung und des offenen Dialogs. Die Sanierung läuft. Offen: 12 – 16 Uhr. Kontakt: F. Bertram, Vorsitzender, Tel.: 05561 927567

Duderstadt

Rathaus Duderstadt

Imposanter Fachwerkbau auf massivem Erdgeschoss, historisches Kaufhaus von 1302/03 im Gebäudekomplex noch erlebbar.

Verschiedene Stilepochen des 14.-18. Jhs., bauliche Sanierung 2002-08. Neueröffnung 2012 nach Überarbeitung des Ausstellungs- und Nutzungskonzepts, für Trauungen genutzt, beherbergt Gästeinformation und Stadtbibliothek.

Geöffnet von 10 – 16 Uhr.

Altstadtführungen

Marktstraße, Treffpunkt: Rathaus, Duderstadt. Die Duderstädter Altstadt liegt innerhalb der mittelalterlichen und neuzeitlichen Befestigungsanlagen, überwiegend in Fachwerkbauweise errichtetes, neuzeitliches Stadtbild auf mittelalterlichem Stadtgrundriss. Insgesamt als flächendeckendes Stadtdenkmal nach dem niedersächsischen Denkmalschutzgesetz unter Schutz gestellt. Stadtführungen mit dem Ortsheimatpfleger.

Beginn um 11 und 14 Uhr

Westerturm

21424 Zerstörung des Turmvorgängerbaus durch Brand, direkter Turmwiederaufbau. Einziges erhaltenes Stadttor der Duderstädter Befestigungsanlage. 2002-04 Bestandssicherung und Freilegung des ehemaligen Turmzugangs über die noch vorhandene Stadtmauer. 2010-11 benachbarte Stadtmauerüberbauung saniert und in das neue Ausstellungkonzept integriert. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Geöffnet von 10 – 12 Uhr und von 14 – 16 Uhr.

Heimatmuseum

Barocker Fachwerkbau, 1767 errichtet, ehemalige Knabenschule, heute Heimatmuseum. Geöffnet 11 – 16 Uhr.

Kontakt und Ansprechpartner für alle Stationen: Gästeinfo der Stadt Duderstadt, Tel.: 05527 841200

Northeim

St. Sixti Kirche

1Die spätgotischen Glasmalereien aus der Zeit um 1478 gehören zu den künstlerisch wertvollsten Schätzen der Kirche. Sie zeigen neben einem Heiligenbild vier Darstellungen aus der Passionsgeschichte, Gloger-Orgel um 1700. Die Verluste und Beschädigungen der ursprünglich im Halbrund des Chorabschlusses eingebauten Fenster gehen wahrscheinlich auf die Belagerung und Beschießung Northeims im 30-jährigen Krieg zurück. Geöffnet von 12 – 18 Uhr.Führungen um 14 und 16 Uhr durch Hannelore Otte.

Bilderausstellung zu den historischen Fenstern, Info-Material über die Klimagutachten, Bilder zu den Deckenpatenschaften, bisherige Bemühungen des Fördervereins zur gemeinsamen Erhaltung der Kirche, Material für Kinder

Kontakt: Hannelore Otte, St. Sixti Gemeinde, Tel.: 05551 52803

Dr. Hartung, Kirchenvorstandsvorsitzender St. Sixti Gemeinde, Tel.: 05551 9979851

Stadtführung

„Wir sind vom Fach-Werk“

4Northeim als eine der fünf Städte im „Fachwerk5Eck“ und Mitgliedsstadt der „Deutschen Fachwerkstraße“ bietet jede Menge Hingucker in Sachen Fachwerkkonstruktion, -verzierungen und -stilen. Stadtführer Klaus Röglin bietet deshalb am Sonntag, dem 11. September, eine thematische Führung an passend zum „Tag des offenen Denkmals“, der unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ steht. In etwa 90 Minuten kann man sicher nicht alle wissenswerten Infos zum Aufbau eines Fachwerkhauses erläutern, dennoch wird Klaus Röglin an konkreten Beispielen Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der verschieden Fachwerkstile beleuchten.

Die Führung beginnt um 11 Uhr vor der Tourist-Information im Reddersen-Haus. Die Teilnahme kostet 3 Euro pro Person. Kinder im Grundschulalter sind mit 1,50 Euro dabei. Eine Anmeldung für Einzelpersonen und Kleingruppen ist nicht notwendig.

Osterode am Harz

Villa-Gyps

Typische Fabrikantenvilla mit zeitgleich entstandenem Garten. 1905/06 wurde auf dem Gelände einer historischen Gipsmühle ein barockes Wohnhaus im Jugendstil erweitert und überformt. Die repräsentative architektonische Innenausstattung ist vollständig erhalten. Zeitgleich entstand die Gartenanlage als Reformgarten der Jahrhundertwende. Auf über 1 ha befinden sich vier Gartenbereiche. Geöffnet von 11 – 18 Uhr.

Führungen nach Bedarf durch Silvia Wiegand, Sigrid und Detlef Ehrhardt und Freunde der Villa Gyps und Garten e.V., Ausstellung Kunstkreis Osterode in den Räumen der Villa.

Kontakt: Detlef Ehrhardt, Freunde der Villa Gyps und Garten e.V., Tel.: 05522 8686264

Sankt Marien Osterode

Erste urkundliche Erwähnung 1258. Flügelaltar des Bildschnitzers Barthold Kastrop aus Göttingen 1515. Kirchenraum seit der Neueinrichtung Mitte des 17. Jhs. kaum verändert, auf der Mittelempore älteste Orgel der Region von 1678. 2009 umfangreich restauriert. Großer Kirchgarten mit altem Baumbestand, gusseisernen Kreuzen und langer Umfassungsmauer. Offen von 10:30 – 19:00 Uhr.

Führungen nach Bedarf, Kinderführungen 12 und 15 Uhr durch Uta Herrmann und Kinderkirchenführer, Meditationsweg im Kirchgarten (bei trockenem Wetter). Kontakt Uta Herrmann, Kirchenvorstand St. Marien, Tel.: 05522 74171

Eulenburg-Osterode/Textilfabrik

1827 als Textilmanufaktur Greve und Uhl in Osterode gegründet. Mit der Grundsteinlegung 1832 in Osterodes Sösetal erschufen Ludewig Greve und Eduard Uhl eine der bedeutendsten Textilfabriken jener Zeit. Seit Schließung der Produktionsstätten in den 1960er Jahren wird die ehemalige Textilfabrik als Gesamtkonzept für Freizeit, Wohnen, Gastronomie und Gewerbebetriebe geführt. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

5Führungen durch den Gebäudekomplex und das Gelände der Eulenburg 11 und 14.30 Uhr durch Rolf Grönig, Tel.: 05522 6611

Tillyschanze

Romantischer Aussichtsturm, erbaut 1881-85. Mit Blick auf die Altstadt und einem Relief des Bildhauers Gustav Eberlein von 1888 zur Erstürmung Mündens durch Tilly 1626. Die 2010 begonnenen

Hann Münden

Sanierungsarbeiten wurden Ende 2015 abgeschlossen.

Geöffnet von 11 – 20 Uhr. Führungen mit Mitgliedern ab 12:30 jede Stunde, letzte 16:30 Uhr.

Informationen durch die Mitglieder der Fördergemeinschaft, Kaffee und Kuchen

Natermannturm

Hufeisenförmiger Stadtmauerturm aus dem 14. Jh. 1849 von 25 m auf 42 m Höhe aufgestockt, um Schrotkugeln im Turmgießverfahren herstellen zu können. Seit 2000 wurde die ehemalige Produktionsstätte für Schrotkugeln zum Museum der Arbeit ausgebaut. Geöffnet von 11 – 17 Uhr. Videofilm zur Schrotkugelherstellung, Turmbesteigung möglich.

Bürgertreff

Der Treff erstreckt sich über zwei kleine Fachwerkhausparzellen in der südwestlichen Altstadt. Das Fachwerkeckgebäude entstand wohl in der zweiten Hälfte des 16. Jhs. als Ständerbau, erhielt im frühen 17. Jh. ein Zwerchhaus und bekam in den 1950er Jahren mit dem Umbau zu einem Friseursalon seine heutige Fassadengestaltung.

Das zweite Haus ist ein 3-Gefache breites barockes Fachwerkhaus.

Geöffnet von 11 – 17 Uhr.

Bildergalerie Fest der Kulturen Kochabende mit jugendlichen Flüchtlingen, Nähcafe geöffnet, Kaffee und Kuchen.

Mikwe

1796 erwirbt die jüdische Gemeinde Mündens das Anfang des 17. Jhs. erbaute Fachwerkhaus, um eine jüdische Schule zu errichten. 1973 wurde bei Ausschachtungsarbeiten ein Bad für rituelle Waschungen entdeckt.

Geöffnet von  11 – 17 Uhr. Kurzführungen 12, 13 und 15 Uhr durch Charlotte Schröder.

Destille

Die ehemaligen Getreidelager der Münderschen Mühle waren Ausstellungs- und Veranstaltungsort des Denkmalkunst-Kunstdenkmal Festivals 2007-13. Seit 2014 werden die Gebäude zu Wohnungen saniert, die ersten sollen Ende 2016 bezugsfertig sein. Geöffner am 10.9. von 11 – 22 Uhr, abends musikalisches Abendprogramm

Am 11.9. von 11 – 17 Uhr.

Altstadtführungen durch Hann. Münden

11183 erstmals urkundlich erwähnt, mittelalterlicher Stadtkern mit geschlossener Bebauung und fast 500 Fachwerkhäusern aus sieben Jahrhunderten. Ausgezeichnet für eines der wenigen geschlossenen Denkmalensembles in Niedersachsen.

Mitglied des Fachwerkfünfecks Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim, Osterode im Harz. Stadtführer erzählen an fünf ausgewählten Orten in der historischen Altstadt Spannendes und Informatives. Rundgang mit der Stadtführergilde Hann. Münden

Beginn 12 und 15 Uhr. Dauer 2. Std.

Rathaus Hann. Münden

1603-1818 wurde das mittelalterliche Rathaus, ein gotischer Saalbau aus dem 14. Jh., durch den Baumeister Georg Crossmann aus Lemgo im damals modernsten Stil der Weserrenaissance umgebaut und erweitert. Die untere Rathaushalle schmücken Wandmalereien zur Stadtgeschichte von 1927-29.

Geöffnet von 11 – 17 Uhr.

Ausstellung: In letzter Minute gerettet – innovative und vorbildliche Rettungsgeschichten aus allen Bundesländern, erzählt von begeisterten und engagierten Denkmalbesitzern.

Die Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt e.G. und der Förderverein Mündener Altstadt e.V. stehen zur Infomation und Beratung zur Verfügung.

Pythagoras Loge

Außergewöhliches Fachwerkhaus, 1729 als Gasthaus auf einer ehemaligen Stadtmauerbastion aus dem 16. Jh. erbaut. Ab 1808 Clubhaus, 1856-72 Ober-Steueramts-Lokal und Zollamt. Seit 1872 Sitz der 1799 gegründeten Freimaurerloge Pythagoras zu den drei Strömen, die das Gebäude 1992-99 grundlegend sanierte. Geöffnert von 11 – 17 Uhr, Kaffee und Kuchen.

Speckstraße 7/ Künstlerhaus

2Im Kern frühbarockes Fachwerkhaus, 1800 um einen Anbau erweitert und um 1900 um ein weiteres Geschoss aufgestockt. Das um 1600 errichtete Hofgebäude diente bis Mitte des 19. Jhs. als Lohgerberei. Die 2013 gegründete Bürgerggenossenschaft hat das Gebäude, das seit 2005 leer stand, erworben. Mittels umfangreichen Sponsorrings und ehrenamtlichen Engagement wurde das Gebäude saniert.

Geöffnet von 11 – 17 Uhr Ausstellung des Mündener KunstNetzes e.V.: Helmut Becker, Querschnitte – Hann. Mündener Motive und Petra Graser, Fotodokumentation des Projektes 9mal24, Kaffee und Kuchen

Sydekumstraße

3Im 16. Jh. wurden die ersten Fachwerkhäuser an und auf die Stadtmauer gebaut. So entwickelte sich aus dem Areal hinter der Stadtmauer die heutige -Sydekumstraße, die bis 1934 Düstere Straße genannt wurde.

Geöffnet von 11 – 18 Uhr,

Straßenfest mit Rundgang via Innenhof Eisenmeurer und Ochsenkopf, buntes Programm mit Kunst und Handwerk, Musik und Kulinarischem. Infostand DenkmalKunstKunstDenkmal

Kontaktperson für alle Stationen: Burkhard Klapp, Tel.: 05541 75224