Gemeinsam zum Erfolg

Sch├╝ler helfen bei Sanierung von Fachwerkhaus

Dominik He├čler und Merle Schrader beim Farbe abtragen. Das dauert zwar, macht aber Spa├č. Fotos: YoungART

Ist es m├Âglich eine treibende Szene wie die der DenkmalAktivisten innerhalb des FachwerkF├╝nfecks zu transportieren? Das hat sich die Denkmalaktivistin Patricia M. Keil gefragt, als sie vor rund f├╝nf Jahren von Hann. M├╝nden nach Einbeck gezogen ist. Die Leidenschaft f├╝r den Erhalt der Fachwerkh├Ąuser ist in der Dreifl├╝ssestadt geboren, wo sich eine sehr aktive Szene von B├╝rgern ehrenamtlich und mit viel Herzblut um verlassene, verfallene und vergessene Baukultur k├╝mmert. Dieser Aktivismus darf nun innerhalb eines Sch├╝lerprojektes in Einbeck endlich Wurzeln schlagen.

Patricia M. Keil ist nicht nur Denkmalaktivistin, sondern zeitgleich auch Projektleitung der Kinder- und Jugendinitiative YoungART in Einbeck die ein buntes Treiben rund um Kunst und Kultur bereith├Ąlt. Da Fachwerk ebenfalls ein Kulturgut ist, die sch├Ânen Schnitzereien an den H├Ąusern zu der ├Ąltesten Street Art geh├Âren und die junge Generation angesprochen werden soll – ist das Projekt der „DenkmalPaten“ entstanden. Die Sch├╝ler konnten bereits 2018 bei dem Projekt „Fachwerk umfassend“ Lehmgeruch schnuppern und einige lie├čen sich sofort f├╝r die Idee, ein fast 450 Jahre altes Fachwerkhaus zu revitalisieren, begeistern und DenkmalPaten zu werden.

Seit Wochen treffen sich die Sch├╝ler mit der Denkmalaktivistin ehrenamtlich in ihrer Freizeit um gemeinsam an dem Haus zu arbeiten.
„Das stand schon lange auf meiner Wunschliste“, so die 13-j├Ąhrige Karina, die Zentimeter f├╝r Zentimeter mit Spachtel und Hei├čluftf├Ân alten Lack vom Holz abtr├Ągt.

Handwerksbetriebe als Partner und unterschiedliche Dozenten unterst├╝tzen das Vorhaben. Malerbetrieb D├Ârge konnte vorab beraten und Tipps zum richtigen Abtragen der Farbe geben. Nun steht ein Besuch vom Tischler und Zimmermann aus, die das Holz beurteilen sollen.
„Mein Traum ist es, dass die Sch├╝ler eine emotionale Bindung zu dem Haus entwickeln und wir hier bis zu ihrem Abitur gemeinsam weiter arbeiten.“ so Patricia Keil.

Zwischen rohen Balken und Lehmsteinen macht es sich die Truppe gem├╝tlich wenn es mal regnet und widmet sich der Theorie um das Denkmal zu erschlie├čen. Macht Ochsenblut wirklich Fachwerk rot und wer lebte in diesem Haus? YoungART meets Fachwerk, hei├čt nat├╝rlich auch, dass es nicht ohne Kreativit├Ąt geht. So soll das Denkmal auch als k├╝nstlerisches Werk wahr genommen und seine Einmaligkeit unterstrichen werden, das ganze in einer Ausstellung, realisiert und geplant von den Sch├╝lern.

Karina J├Ąger arbeitet sich mit dem Hei├čluftf├Ân am Fachwerk entlang.