Bewohner der Fünfeck-Städten stellen sich vor

Gesichter aus dem Fünfeck

1Robert Maaßens Musiker aus Hann. Münden
„In der heutigen Zeit wird es immer wich-tiger nicht schweigend zuzusehen, wenn unverblümt Rassismus und Hetze verbrei-tet werden. Auch unsere schönen Städte bleiben davon nicht verschont. Deswegen habe ich die Veranstaltungsreihe Rock for Tolerance ins Leben gerufen. Wir möchten zeigen, dass das Fachwerkfünfeck bunt ist und gemeinsam laut werden für mehr To-leranz und Miteinander. Rock for Tolerance ist mehr als nur ein Konzert.  Am Veran-staltungstag wird eine „Wall of love“ er-richtet, an der sich Firmen, Organisationen und Privatpersonen gegen eine Spende als Unterstützer präsentieren können. Alle Spenden gehen ohne Umwege an soziale, integrative Projekte in Hann. Münden. Au-ßerdem sollen bei der Veranstaltung Info-stände entstehen, an denen lokale, soziale Projekte vorgestellt werden.“

2Dietmar Engelhardt Lichtkünstler aus Duderstadt
„Mein Name ist Dietmar Engelhardt und ich bin leidenschaftlicher Lichtkünstler. Mein Hobby ist es Räume, Orte und Ver-anstaltungen durch magische Lichter in Szene zu setzen. Mit einleuchtenden Ideen setze ich liebend gern besondere Themen in Licht, Farben zu anmutiger Musik um. Die über viele Jahre antrainierten spekta-kulären Jonglagearten runden das Gesamt-bild meiner  visuellen Shows ab. Ich freue mich ganz besonders bei der Exkursion im Rahmen des Fachwerkfünfecks in meiner Heimatstadt Duderstadt mit meiner Licht-performance:  »Duderstadt scheint anders« dabei sein zu dürfen und wünsche der Ver-anstaltung einen erfolgreichen Verlauf.“

 

6Eileen Janowasky Kulturaktivistin aus Einbeck
„Ich tanze nicht nur Tango, aber besonders diese Momente des Zusammenkommens, des Tanzens, der Gemeinschaft in der Mu-sik, aber auch in allerlei anderen Dingen machen mir immer wieder bewusst, wie gut Vernetzung funktionieren kann. Es ist schön wenn sich Menschen miteinan-der bekannt machen und dadurch wieder weitere Kontakte knüpfen. Eine Kette der Kulturkontakte – eine Kette der Freund-schaft. Mit meiner Arbeit im Konzert- und Kulturhaus TangoBrücke trage ich meinen ganz persönlichen Teil zum Weiterführen dieser Kette bei und habe sehr viel Spaß daran. In den Einbecker KulturBüros arbei-ten wir stetig und mit voller Begeisterung an der Vernetzungswebpage „5Eck.de“ um eine virtuelle Plattform zu schaffen, auf der sich Kulturfreunde unterschiedlichster Art begegnen können. Verfolgt uns auf 5Eck.de und werdet ein Teil der Kulturkette.“

3Jörg  Hüddersen Fotostammtischs in Osterode am Harz
5 Augen sehen mehr als eines.« Diese Abwandlung des alten Sprichworts trifft gut auf das Fachwerk5Eck zu. Neue Leute bringen genau dort neue Ideen ein, wo man selbst nur im eigenen Saft kocht und viel-leicht auch schon etwas betriebsblind ist. Der Austausch bereichert alle und bringt die Region voran. Unser Ausstellungspro-jekt hat dadurch eine Aufmerksamkeit er-langt, die wir in Osterode allein nie gehabt und uns vermutlich auch nicht zugetraut hätten. Das fordert uns, bringt uns aber auch weiter.“

4Anna Laura Ulrichs  Geschäftsstelle Fachwerk-Fünfeck
Seit August 2015 bearbeiten meine Kol-legin und ich erst das Projekt Fachwerk-Fünfeck. Am Anfang wehte uns durchaus an mancher Stelle ein kritischer Gegenwind entgegen: „Wozu braucht man das Projekt denn überhaupt?“, „Die Städte gehören doch gar nicht zusammen, was wollt Ihr denn da machen?“. Seit einem Jahr setzen wir nun den Projektantrag um, der zu den Bundesfördermitteln geführt hat. Darin geht es ja hauptsächlich um „fachliche“ Din-ge – Denkmalschutz, Tourismus und Stadt-entwicklung. Gleich zu Beginn stellten wir fest, dass all diese Inhalte ohne eine Art „re-gionale Identität“ keinen Sinn machen. Der Antrag spricht von einer Fachwerk-Region – aber die Realität hat sich mehr nach fünf einzelnen Städten angefühlt. Nach den ers-ten Monaten, vielen Gesprächen und Be-gegnungen begann es plötzlich, dass bei uns Ideen zur Region geäußert wurden. Seit-dem versuchen wir, diese Menschen mit guten Ideen einander vorzustellen und zu helfen. Ich freue mich sehr, dass über das (fachliche) Projekt Fachwerk-Fünfeck jetzt eine regionale Bewegung entsteht. Sie ist vielfältig, es geht um Kunst, Essen, Sport, Natur oder einfach Spaß. Einige der regi-onalen Aktionen haben sehr viel mit dem Projekt Fachwerk-Fünfeck zu tun. Das sind z. B. das Denkmalkunst-Festival, Sch(l) aufenster u. a., die sich mit Stadtentwick-lung und Denkmalpflege befassen. Andere haben nicht gleich eine direkte Verbin-dung mit unserem Projekt – Tangotanzen und Rockmusik zum Beispiel – und das ist gut! Denn das Leben ist mehr als ständige Beschäftigung mit der Stadt und ihrer Ge-schichte. Leben im Fachwerk-Fünfeck soll auch einfach mal Spaß machen. Wie schön, dass meine Heimatregion so aufblüht!“