Hann. Münden saniert letzte Promenade

Hann. Mündener Flusslandschaft spürbar machen

Dass Hann. Münden mit seinem Weserkuss einzigartig ist, beweisen die vielen Touristen, die die Dreiflüssestadt besuchen. Fahrradfahrer, Camper und vor allem Einheimische leben die Areale entlang der Flüsse vermehrter. In den vergangenen Jahren hat die Stadt Münden die Promenaden wunderschön saniert und als letzter Abschnitt ist die Verlängerung der Uferpromenade Dielengraben in der Planung.
Bis 2019 sollen die Stilelemente des Dielengrabens im Bereich der Wanfrieder Schlagd übernommen werden. Die hochwertige Materialverwendung soll sich fortsetzen, Begrünungselemente und Ruhebereiche sind in der Planung vorgesehen – wichtig ist, die Flusslandschaft für den Betrachter spürbar werden zu lassen, darin sind sich alle einig. Bürger wurden zum Workshop geladen und brachten sich mit spannenden Ideen ein.
Der Fokus auf den geschichtlichen Werdegang der Schlagden zu legen, um den Ort und seine Geschichte erlebbarer zu machen ist die Basis der Gedanken. So ist Hann. Münden durch das 1247 erhaltene Stapelrecht schließlich zur wirtschaftlichen Blüte gelangt. Das Stapelrecht in Hann Münden gehört zu den ältesten urkundlich bezeugten Stapelrechten, so mussten den Mündener Bürgern, die Waren durchreisender Kaufleute, drei Tage lang zum Kauf angeboten werden. Diese Historie ist schönes Material, obgleich Hann Münden nie eine Hansestadt war, und dürfte in Form von Infotafeln, einem Erlebnispfad, Elementen aus dem nautischen Bereich und interaktiver Aufbereitung dargestellt werden.
Der historische Packhof als alte Markthalle, in der die Waren der Kaufleute „gestapelt“ wurde, sollte in das Konzept eingebunden und mehr vermarktet werden. Durch Illuminierung und als Veranstaltungsort oder für Gastronomie waren die Vorschläge der ideenreichen Bürger.
Die Schlagden an sich sollen als Gesamt-Promenaden gedacht und durch Veranstaltungen präsenter werden sowie als Ort der Begegnung und Handels umgesetzt werden. Ob es ein Hafenfest, Flohmärkte oder Weinfeste – wie sie am Dielengraben bereits stattfinden – sein werden, klar ist, die Bürger sehnen sich nach ihrem Wasser.
„Wasser zieht“, so heißt es banal aber wahr und so war es nicht verwunderlich, dass von gewünschten Gastronomiekonzepten die Rede war. Highlights wären ein vor Anker liegendes Schiff mit Gastronomie oder Hausbooten, ergänzend könnten Steganlagen gebaut werden. Eine Beachbar, Sitzmöglichkeiten am Flussufer, ein saisonaler Sommerkiosk, Verleih von Stand-up Boards, Wildwasserflächen nutzbar machen, die einen kanufreundlichen Anleger schaffen, Erlebnispunkte für Kinder -vielleicht in Form eines Wasserspielplatzes umsetzen – das alles ist Zukunftsmusik. Fantastisch ist, dass die Stadt Hann. Münden mit ihren Bürgern gemeinsam plant – das ist gelebte Identität.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hann.muenden.de