Neujahrsempfang Einbeck mit Blick in die Zukunft

Historisches Schätzchen Altstadt mit Leben füllen

Von Sabine Mischke

Erneut sorgte die PS.Halle für einen professionellen und angenehmen Rahmen für rund 200 Besucherinnen und Besucher des Einbecker Neujahrsempfangs. Ausgerichtet von Einbeck Marketing GmbH sowie der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft wurde bei diesem Event vorrangig der Fokus auf die Entwicklung des historischen Innenstadtbereiches gelegt unter Einbeziehung der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt. Es wurde zu vermehrten Investitionen in der Innenstadt, gemeinsamen Zukunftsideen sowie einer wertschätzenden Einbeck-Vermarktung durch die Einbecker Bürgerinnen und Bürger aufgerufen.

Christoph Bajohr erinnerte als InitiativGemeinschafts Vorsitzender, dass die Bevölkerung das Standortmarketing voran treiben könne. Im Gegensatz zu einer Großstadt könne man in Einbeck ohne Stau zur Arbeit fahren, lebe in einer Gemeinschaft günstig, sicher sowie Naturverbunden. Andreas Bosk, Göttinger Wirtschaftsdienst, betonte, dass Einbeck Selbstbewusstsein ausstrahle und sich insbesondere durch hohes Bürgerengagement auszeichne. Florian Geldmacher, Geschäftsführer von Einbeck Marketing, stellte die großen Veranstaltungen im vergangenen Jahr noch einmal vor, bevor er das Programm für 2018 vorstellte. Dr. Sabine Michalek bekräftigte als Bürgermeisterin der Stadt Einbeck, dass die Entwicklung der Stadt als Gemeinschaftsleistung zu verzeichnen sei, zusammengesetzt aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. In Deutschland seien Fachwerkhäuser sehr beliebt. Wie auch das Motto des diesjährigen europäischen Kulturerbejahres bestätigt, sei der Fokus auf den Erhalt der historischen Bausubstanz voll im Trend. Aber auch Veränderungen gehörten zu einem zeitgemäßen Stadtbild. So sei man noch in der Planung des Neustädter Kirchplatzes und der „Magistrale der Baukultur“, aber noch in den nächsten Monaten würden die Ergebnisse vorgestellt. Michalek bat um Verständnis, dass die Stadtplanung ausreichend Zeit benötigt.
Festredner Alexander Rudnick, Geschäftsführer der Alexander Rudnik Consultants, empfahl als Berater, die Innenstadt neu aufzustellen. Der Zersetzung der Geschäftslage durch Ketten, die sich außerhalb des Stadtkerns ansiedelten, müsse entgegengewirkt werden durch ein multifunktionelles Angebot. So könnte beispielsweise Wohnraum und Räumlichkeiten für kulturelle Angebote den Leerstand in der Innenstadt verringern. Es sei vorwiegend die Aufgabe von Privatleuten und nicht der öffentlichen Hand, ein interessantes und neuartiges Vermietungsmanagement zu betreiben. Als ein Beispiel beschrieb Rudnick die Zusammenlegung von kleineren Immobilien, um größere Gewerbeflächen anzubieten. Einbeck habe derzeit seine Verkaufsfläche nur mit 16 Prozent in der City belegt, für ein entsprechendes Zentrum des Einkaufens in der Innenstadt ginge es aber erst ab 30 Prozent los. Die „Gläserne Eule“, den diesjährigen Preis für besonderes gesellschaftliches Engagement, bekam Eberhard Schmah. Schmah, ehemaliger Berufsschullehrer sowie Entertainer, begleitete u.a. rund 40 Jahre lang als Moderator das Einbecker Eulenfest, darüber hinaus machte er sich auch bundesweit einen Namen.

Die Vorträge wurden umrahmt von der Bigband der Mendelssohn-Musikschule. Das Hotel FREIgeist sorgte im Anschluss an die Vorträge für ein ansprechendes Catering, so dass die Gäste noch einige Zeit das Miteinander genießen konnten. Die Einbecker Kaffeerösterei reichte dazu feinen Kaffee.