Immer wieder sonntags im Steinbrücken-Quartier

Einkaufen mit Lifestylecharakter und hohem Entspannungsfaktor

In Münden ist eine Entwicklung in Gang gekommen, die Fachwerk­idylle und Kleinstadtlebensgefühl mit Lifestyle, Kunst und Kultur und gemütlichem Einkaufsbummel verbindet. Das selbst ernannte Steinbrücken-Quartier, rund um die alte Werrabrücke am nördlichen Ende der Mündener Altstadt mausert sich zum Szene-Viertel von Hann. Münden. Vor allem an Sonntagnachmittagen, wenn die kleinen Inhaber geführten Geschäfte, Cafés und Restau­rants aufgrund der Erholungsort-Regelung geöffnet haben, kann man im Fachwerkambiente wunderbar old-school einkaufen und das Viertel mit seiner lebendigen Kultur und viel Energie erleben.

In den stimmungsvollen Gassen und Straßen rund um die histo­rische Werrabrücke findet man moderne Konzepte hinter mittel­alterlichen Fassaden. Dabei kann der Besucher die gute Stimmung und das Wir-Gefühl im Quartier spüren. ‚Nicht meckern, sondern machen‘, ist die Devise der Kunsthandwerker, Geschäftsinhaber und Bewohner des Steinbrücken-Quartiers. Es fing an mit Putzeinsätzen und Entkrautung, zu denen sich die Anwohner und Geschäftsleute regelmäßig trafen. Mittlerweile plant man gemeinsam Verkaufs- und Nachbarschaftsaktivitäten. ‚Unser Quartier lebt von dem gemeinschaftlichen Engagement, von den individuellen und besonderen Geschäften und von den kleinen und gemütlichen Cafés und Restaurants. Mainstream findet man hier nicht‘ erklärt Lutz Wehrum, Inhaber des ‚Café am Sandmarkt‘.
In der Sydekumstraße, die wegen ihres schönen Ambientes ein beliebtes Fotomotiv geworden ist, druckt Babara Brübach alias ‚FETTE­TYPEN‘ mit Holz- und Bleilettern in ihrer Buchdruckmanufaktur auf feinem Papier. Gleich nebenan kann man die Künstlergruppe ‚4Arts‘ in ihrem frisch eröffneten Studio für Fotografie, Holzskulpturen, Malerei und Kunsthandwerk entdecken. Gegenüber im Ochsenkopf befindet sich das ‚Kulturcafé im OX‘ mit seinem vielfältigen Aktivitäten von Konzert bis Schreibwerkstatt. Auch hier ist an vielen Tagen in der Woche und Wochenenden geöffnet.

In der Speckstraße im Künstlerhaus residiert das Mündener Kunstnetz e.V. und fast jedes Wochenende kann man dort Ausstellungen von Mündener Künstlern besuchen.

Mit altem Handwerk in alten Gemäuern und dabei absolut zeitgemäß geht es auch in der Meistergoldschmiede ‚Kleinen Galerie‘ in der unteren Lange Straße zu. Hier entwirft Agathe Wassmuth seit über 40 Jahren Schmuckunikate und Sonderanfertigungen. Stilsichere Lieblingsstücke, fernab vom Alltäglichen im Bereich Kunst und Wohnen, präsentiert Anja Fehrensen in ihrem ‚Atelier AF Kunst & Lampen‘. Wer lieber nach Mode als nach Kunstobjekten schaut, kann sich von den neusten Trends aus Italien und Deutschland bei ‚Phan Mode‘ inspirieren lassen oder sich bei Anja Lange in der ‚Kumode‘ über Hochwertiges aus zweiter Hand erfreuen.
Für den Entspannungsfaktor beim Bummeln sorgen dann auch die vielen kleinen Cafés und Restaurants im Steinbrücken-Quartier, wie das Café ‚Zimt und Zucker‘ an der Werrabrücke, das Restaurant ‚Zum Stüberl‘ mit hochwertiger österreichischer Küche und das ‚Café am Sandmarkt‘, um nur einige wenige Lokale des vielfältigen Angebots zu nennen.
Vielleicht ist es zu früh, um von einer Renaissance der Kleinstädte zu sprechen, aber das Steinbrücken-Quartier in Hann. Münden setzt auf seine Stärke der Gemütlichkeit und Individualität in wunderschöner Kulisse. Das Feedback fällt durchweg positiv aus: ‚In Münden gibt es noch kleine individuelle Läden, die man sonst nicht mehr häufig findet, das ist erfrischend‘, berichtet Anja Lange von der Second Hand Kumode. ‚Wandel durch Handel‘ der etwas anderen Art zeigt hier seinen Erfolg und strahlt über die Grenzen Hann. Mündens hinaus. Mode, Lifestyle, Design – all das findet sich in liebevoll sanierten und atmosphärischen Fachwerkhäusern. Spannende kleine Läden mit vielseitigem und anspruchsvollem Sortiment, in denen sich nach alter Schule einkaufen lässt, findet sich hier auf engem Raum. Eine Mischung aus Ausflugsgefühl und individuellem Einkaufserlebnis, die erkennbar funktioniert.