Informationsveranstaltung in Duderstadt

Moderne trifft Baukultur – Wohnen im Fachwerkhaus

Ein Beispiel aus Hann. Münden zeigt, dass Fachwerk und Moderne durchaus gern eine Symbiose eingehen.

Was kann getan werden, um Leben, Wohnen und Arbeiten in Fachwerkhäusern und Fachwerkstädten wieder interessant zu machen?

Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Informations- und Diskussionsveranstaltung, die von der Stadt Duderstadt am Freitag, 29. Januar, unter dem Motto „Quer denken – integriert handeln“ angeboten wird.
Mittelalterlich anmutende Fachwerkzeilen erfreuen das Auge. In einem solchen Haus zu leben, ist dagegen nicht immer die reine Freude: Oft sind die Räume zu klein, zu niedrig und zu dunkel, es gibt weder Garten noch Balkon oder Abstellmöglichkeiten für das Auto. Schlechte Wärmedämmung verursacht zudem hohe Energiekosten, und der Denkmalschutz macht schwerwiegende Auflagen bei Umbauvorhaben.

Das sind einige der Gründe, warum immer mehr Bürger kein Fachwerkhaus beziehen möchten. Das historische Erbe droht zu verfallen. Dennoch gibt es – gerade auch in Duderstadt – Beispiele, wie es gelingen kann, Wohn- und Arbeitsbereiche in derartigen Gebäuden zu einem schönen und angenehmen Lebens- und Erlebensraum zu machen.

Das Haus oben vor dem Umbau…

Bei der angekündigten Veranstaltung – im Nachgang zur Fachwerktriennale – sollen erste Lösungsansätze zum Bauen im Bestand mit Fachwerkhausbesitzern und anderen Interessierten diskutiert werden. Eine neue Nutzungsmöglichkeit bietet sich übrigens auch für ein besonders schönes und großes Duderstädter Fachwerkhaus hinter der Propstei an. Die Stadtverwaltung verhandelt derzeit intensiv mit einem gemeinnützigen Träger über die Neunutzung des historischen Hauses, das einst zum ehemaligen Kloster Gerode gehörte.