Neujahrsempfang der Stadt in der Lokhalle

Durch den Sanierungsfall Stadthalle konnte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler in diesem Jahr erstmals in der Lokhalle den Neujahrsempfang durchführen. Hier konnte er viele Bürger seiner Stadt sowie die lokale Prominenz persönlich begrüßen. „Bauhelme auf und ran an den Kachelofen“, sagte Köhler.

In seiner Ansprache sagte er, dass die Stadt zwar nicht reich, aber auch nicht mehr so arm sei wie früher. Göttingen könne endlich wieder investieren. Die Verwaltung habe dem Rat der Stadt einen Haushaltsentwurf für dieses und für nächstes Jahr vorgelegt, und der sei solide aufgestellt. Es können nun wieder Geld in Schulen, soziale Einrichtungen, Sport, Freizeit, Kultur, Radwege und Straßen investiert werden. Für die Jahre 2019 und 2020 stünden im Haushalt 82,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Markt im Baubereich sei „quasi leer gefegt, und die Preise galoppieren davon”, sagte Köhler. Um dem Mangel an günstigen Wohnungen und teuren Mieten entgegenzuwirken, habe man das „Bündnis für bezahlbares Wohnen” gegründet. In Göttingen wurde eine Quote für öffentlich geförderten Wohnungsbau eingeführt und bis 2021 rund 3,5 Millionen Euro zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus vorgesehen.

Die „Operation am offenen Herzen“, wie Köhler die Baustelle Groner Tor bezeichnete, erfordere von allen Beteiligten gute Nerven. Er freue sich aber auf die baldige Freigabe. Auch die Anstrengungen der Integration von Geflüchteten würdigte er weiterhin, wobei diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe aber noch lange nicht beendet sei. Der vom OB eingeladene Göttinger Knabenchor durfte den Neujahrsempfang musikalisch bereichern. Unter anderem wurde das Chanson „Göttingen“ von Barbara sehr eindrucksvoll präsentiert.

[ws]