Northeim: Apotheker Wolfram Schmidt feiert Jubiläum und investiert neu

Gesundheitszentrum wird Leuchtturm-Projekt

Die Mühlen-Apotheke in Northeim besteht seit mittlerweile 90 Jahren und wurde als zweite Apotheke in Northeim im Jahre 1929 gegründet. Doch anstatt sich auf der langjährigen Tradition auszuruhen, hat Inhaber Wolfram Schmidt Großes vor. Er setzt weiter auf Wachstum und hat in der Neustadt 2 den Pflegemarkt eröffnet. Hier bekommen die Kunden von examinierten Krankenschwestern alle Fragen zum Thema Pflege beantwortet und die benötigten Produkte ausgehändigt, da der Pflegemarkt als Vertragslieferant fast aller Krankenkasse fungiert. Das inzwischen auf rund 50 MitarbeiterInnen gewachsene Team um Geschäftsinhaber und Apotheker Schmidt möchte dem gesellschaftlichen Wandel entgegenwirken, der viele Kunden in die Großstädte zieht oder sie im Internet einkaufen lässt. Dabei kann alles, was für das Wohlbefinden und die Gesundheit benötigt wird, bequem vor Ort gekauft werden. Die Unternehmen der ApoNOM-Gruppe mit den Apotheken Mühlen-Apotheke (Mühlenstraße 27), Albert-Schweitzer-Apotheke (Albert-Schweitzer-Weg) und Apotheke am Wieter (Sturmbäume 3) bündeln das große Sortiment mit dem fachlichen Know-how und genau so sind sie zur Nummer 1 in Northeim avanciert und zählen zu den 200 leistungsfähigsten Betrieben innerhalb der Branche in ganz Deutschland.

Und das Engagement geht weiter. 2,1 Millionen Euro wird Wolfram Schmidt gegenüber der Mühlen-Apotheke in die Sanierung eines 250 Jahre alten Fachwerkhauses investieren (ehemals „Eisen-Schrader“), um dort ein Gesundheitszentrum zu errichten. Zuschüsse für dieses Großprojekt gibt es aus dem Northeimer Stadtsanierungsprogramm. Northeims City-Manager Alexander Rudnick sieht in dem Vorhaben eine Initialzündung für die Stadtsanierung und nennt das geplante Gesundheitszentrum ein Leuchtturm-Projekt, da es einladend direkt am Eingang zur Innenstadt liegt und den Stadtkern von Northeim enorm aufwerten wird. Das Gebäude prägt das Stadtbild, wenn man vom Marktplatz aus in die Mühlenstraße schaut. Entstehen sollen in dem großen Gebäude (der Anbau, der sich bis in die Holzhäuserstraße erstreckt und nicht unter Denkmalschutz steht, wird abgerissen) bis Ende des nächsten Jahres vor allem Praxisräume für Fachärzte. Doch auch eine Diabetes-Praxis zieht ein und baut vor Ort ihren Bereich für Kinder aus. Im Erdgeschloss wird es den Pflegemarktplatz geben und ein Labor nutzt die Räumlichkeiten zur Medikamenten-Herstellung (Schmerzpumpen). Als Northeimer möchte Wolfram Schmidt ganz bewusst ein Zeichen setzen, um die Region zu stärken. Das alte Fachwerkhaus wird im Zuge der Sanierungsarbeiten vollständig entkernt und innen komplett erneuert.
Der Apotheker und Bauherr ist sich sicher, dass Ärztehäuser zukunftsweisend sind, denn mit einer Apotheke direkt gegenüber und einem Sanitätshaus als Nachbarn kann ein Patient sein vom Arzt erhaltenes Rezept sofort einlösen – ohne weitere Wege in Kauf nehmen zu müssen. Seiner Meinung nach gibt es gar keinen Grund, etwas aus dem Internet zu bestellen. Wichtig für Schmidt ist auch, regionale Betriebe für dieses Bauprojekt mit ins Boot zu holen. So arbeitet er nicht nur mit einem Northeimer Architektenbüro (Rehkopf & Dölle) zusammen, sondern er beauftragt auch Handwerksunternehmen aus der Region. Letztlich hat er schon häufig Bauvorhaben erfolgreich umgesetzt und hier mit fachlich versierten Firmen zusammengearbeitet. Letztlich profitieren alle von diesem modernen Gesundheitszentrum: Die Kunden, der Investor, die beteiligten Unternehmen und die Stadt Northeim selbst auch. (sto.)