Verband plant neue Strukturen

Regionaler Erzeugerverband Südniedersachsen e.V.: Förderung läuft aus

Der 2016 gegründete Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen e.V. steht vor großen Veränderungen. Ende September läuft die Landesförderung für den Verein nach drei Jahren und 150.000 Euro aus. Das wird Auswirkungen auf die Organisationsstruktur des Verbandes mit seiner Geschäftsstelle in Einbeck haben. Doch der Verband hat schon Pläne was die Weiterentwicklung betrifft. So sind weitere Regionalregale in Supermärkten in Planung. Erst in diesen Tagen wurde das exklusiv gestaltete Sonderregal mit Produkten der Markenfamilie „Kostbares Südniedersachsen“ im Rewe Markt in Adelebsen eröffnet.

13 Betriebe haben ihre Glaubwürdigkeitsurkunde für „Kostbares Südniedersachsen“ erhalten und die Aktivität des Regionalen Erzeugerverbandes Südniedersachsen e.V. setzt sich fort. Allerdings muss der Verband seine Strukturen überarbeiten. Um die Aktivitäten im bisherigen Umfang trotz Wegfalls der Förderung fortsetzen zu können, werden derzeit Fördergespräche geführt. Außerdem wird der eigene Finanzierungsaufbau für die Verbandsleistung geplant. Auf Empfehlung des Vorstands hat dazu die Mitgliederversammlung des Verbandes den einstimmigen Beschluss gefasst, die Gründung einer Dienstleistungs- und Logistikgesellschaft vorzubereiten. Mit ihr könnte die ideelle Verbandsarbeit von Marketing- und Vertriebsaufgaben getrennt werden. Gemeint ist damit unter anderem der weitere Aus- und Aufbau von Regionalregalen für Inhaber von Rewe und Edeka-Nahversorgungsbetrieben, die für ihre Kunden „Kostbares Südniedersachsen“-Produkte anbieten wollen. Bis zu den Sommerferien werden weitere Regionalregale in Supermärkten eingerichtet. Wie die Satzung entsprechend der Neustrukturierung verändert werden könnte, wurde mit den Mitgliedern bereits besprochen. Ein Arbeitskreis soll sich jetzt zunächst mit der Satzung beschäftigen und bis Ende September einen neuen Entwurf vorlegen. Unter anderem sollen die Qualitätskriterien, nach denen die Glaubwürdigkeitsurkunden für das Label „Kostbares Südniedersachsen“ vergeben werden, weiter entwickelt und angepasst werden.

Die nächsten Veranstaltungen sind schon geplant. So stehen am 26. Juni eine Produzentenmesse auf der Katlenburg zum Netzwerken zwischen regionalen Produzenten und Händlern sowie für das breite Publikum ein Regionaltag auf Gut Herbigshagen am 15. September an. Ob die nächsten Südniedersachsentage 2020 stattfinden können, ist zurzeit noch offen und hängt laut Vorstand vor allem von der Finanzierung ab. Die Premierenerfolg in Waake 2018 sei zwar mit mehr als 10.000 Besuchern ein voller Erfolg gewesen, darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sowohl der Organsiationsaufwand als auch der Finanzbedarf eine Unterstützung jenseits der Verbandsstrukturen bedarf. (sto.)

Die Produkte der Markenfamilie „Kostbares Südniedersachsen“ werden als geprüfte Regionalangebote in den exklusiv gestalteten Sonderregalen präsentiert.