Nutzungs- und Erschließungskonzept für Jugendstil-Villa

Villa Gyps ist Konzeptimmobilie von Osterode

Die Stadt Osterode hat die Villa Gyps im Gipsmühlenweg als Konzeptimmobilie für das Projekt Fachwerk-Fünfeck ausgewählt. Das historische Ensemble der Villa Gyps mit dessen anliegenden Garten und Parkgebäuden bildet ein einzigartiges Zeugnis des Jugendstils in Deutschland.

Die denkmalgeschützte Villa repräsentiert außerdem einen wichtigen Teil der Industriegeschichte Osterodes im Gipssteinbruch. Sie entstand in den Jahren 1905/06 auf barocken Grundmauern eines

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Vorgängerbaus als Fachwerkkonstruktion mit der harz-
typischen Querverbretterung im Jugendstil. Der anschließende Garten steht mit Pavillons, Torhäusern und Resten einer Grotte ebenfalls unter Denkmalschutz. Um die Erhaltung des Gebäudes kümmert sich ein Verein, der die Villa 2011 vor dem Abriss bewahrte.

Dauerhafte Nutzung

Mit dem Nutzungs- und Erschließungskonzept möchten die Stadt Osterode und die Geschäftsstelle des Fachwerk-Fünfecks Entwicklungsmöglichkeiten für die Attraktivität und Revitalisierung der leerstehenden Immobilie aufzeigen, um sie wieder dauerhaft und vollständig zu nutzen. Vorhandene grobe Ideen werden von den Planern detailliert und auf die Machbarkeit überprüft. Außerdem gilt es, einen umfangreichen Wasserschaden zu beseitigen. Mit Konzeptergebnissen und einer öffentlichen Präsentation ist Anfang Mai zu rechnen.

Eine von fünf Immobilien

Jede der fünf beteiligten Städte identifiziert eine sogenannte Konzeptimmobilie. Dabei handelt es sich jeweils um eine leerstehende oder untergenutzte Immobilie, für die ein Modernisierungs- oder Umnutzungskonzept erstellt wird. Ziel ist es, mit den erarbeiteten Plänen und Ideen einen Investor, Partner oder eine weitere Förderkulisse zu finden, mit deren Hilfe dann die Modernisierung umgesetzt werden kann. Für die Städte Hann. Münden und Einbeck liegen bereits fertige Plangrundlagen vor. In Northeim und Duderstadt ist bis Mitte des Jahres mit einer Immobilien-Auswahl zu rechnen.