10. Niedersächsischer Fachtag

Wohnen im Alter

Fachwerksanierung
der besonderen Art –
das Tabalugahaus
in Duderstadt

Unter dem Motto Neues Wohnen in alten Gebäuden fand am 02. November 2017 in Osterode am Harz der 10. Niedersächsische Fachtag Wohnen im Alter statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Initiativen bürgerschaftlichen Engagements, aus den Kommunen, der Wohnungs- und Pflegewirtschaft und den Wohlfahrtsverbänden aus ganz Niedersachsen informierten sich über neue Wohn- und Wohn-Pflege-Formen im ländlichen Raum. Zu der Veranstaltung mit über 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern lud das NIEDERSACHSENBÜRO Neues Wohnen im Alter, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS), in Kooperation mit dem Landkreis Göttingen ein.
Auf dem Fachtag wurden Wege vorgestellt, wie das Wohnen bleiben älterer Menschen im Ort durch innovative Wohnmodelle ermöglicht werden kann. Insbesondere Bestandsimmobilien bieten mit ihrer Umnutzung für neue Konzepte des Wohnens und der Pflege und damit der Innenentwicklung von Dörfern große Potenziale. Im Grußwort von Osterodes Bürgermeister Klaus Becker, wurde die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Cornelia Rundt, noch einmal aufgefordert im Sinne der Nachhaltigkeit des Fachwerk-Fünfecks, dem Projekt eine weitere Förderung zuzugestehen. „Wir haben während der laufenden Förderperiode so viel für Südniedersachsen und die fünf Mittelzentren erreicht, dass auch die Landesregierung nicht nachlassen sollte, diesen Anschub fortzusetzen.“ So Klaus Becker, der auch auf die Problematik des teilweise zu strengen Denkmalschutzes hingewiesen hat, der verhindert, dass modernes Wohnen in alten Gebäuden überhaupt möglich ist, weil auch sehr gutwillige Investoren oft an die Grenzen des finanzierbaren kommen.
Präsentiert wurden an diesem Tag vielfältige gute Beispielprojekte aus ganz Niedersachsen (zum Beispiel ambulant betreute Wohngemeinschaften, Bürger- und Nachbarschaftshilfen oder Tagespflegeeinrichtungen) sowie nachhaltige Möglichkeiten der Organisation und Finanzierung. Ein Markt der Möglichkeiten bot den Teilnehmenden die Gelegenheit zum direkten Fachaustausch mit Vertreterinnen und Vertretern bereits umgesetzter Projekte. Viele davon werden im Rahmen des Niedersächsischen Förderprogramms „Wohnen und Pflege im Alter“ gefördert.