Alte „Destille“ öffnet letztes Mal für die Öffentlichkeit

Wohnen in der Altstadt realisiert

In 1918 als großes Fachwerk-Lagerhaus diente das Gebäude Hinter der Stadtmauer 9/11, der Trocknung und Lagerung von Getreide, brannte im gleichen Jahr bis auf die Grundmauern ab und erst 15 Jahre nach dem Brand, im Jahr 1933, findet sich in den städtischen Akten einen Bauantrag für die Parzelle, dem sich ein weiterer im Jahr 1935 für das Nachbargrundstück anschließt. Nachdem es  anfangs von der Münderschen Mühle als Trocken- und Lagerraum genutzt wurde, zog die Firma Winkelmann später mit ihrer Schnapsbrennerei und Lagerräumen ein, daher der liebevolle Name für den massiven Klinkerbau „Destille“. In den vergangenen Jahrzehnten erfuhr das groß angelegte Gebäude eine Fülle von Umnutzungen.

Leben inmitten der Altstadt

Der quadratische, dreistöckige Backsteinbau wurde von Bernd Demandt zu neuem Leben erweckt, nachdem die Destille drei Jahrzehnte ungenutzt war. Vor ungefähr drei Jahren begannen die ersten
Arbeiten im ehemaligen Getreidelager, das zu Eigentumswohnungen ausgebaut wird.

Die Geschosshöhen wurden verändert, die Fensterhöhen vergrößert und Räume für zehn Wohneinheiten mit 80 bis 180 Quadratmetern Wohnraum nach Wünschen der Eigentümer geschaffen. Ein Aufzug, Balkone, Stellplätze sowie der große Hof als Treffpunkt werten das Objekt in der Altstadt auf. Ein Blockheizkraftwerk wird für günstigen Strom sorgen, die Abwärme als Heizquelle genutzt.

Nun werden die ersten Wohnungen bezogen und die Bewohner  freuen sich auf ein Leben inmitten der Altstadt, wo die Flüsse fließen und die Kultur pulsiert.

Ein letztes Mal wird es einen Tag der offenen Tür in der Destille geben, bei dem sie den faszinierenden Umbau in seinen Phasen begutachten können.

An dem Wochenende 18. und 19. Februar, ab 11:00 Uhr öffnet sie letztmalig die Türen für die Öffentlichkeit und lockt mit bewährter Kulinarik und Aktionen. Destille, Hinter der Stadtmauer 9/11, Hann. Münden.